Wie wählt man einen Wirtschaftsmediator aus?

Von J Girschik am 25. November 2017 in Mediation
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Wie wähle ich den richtigen Mediator?

Qualitative Auswahlkriterien eines Mediators

Die Debatte um die Qualität von sowohl Ausbildung als auch Fachwissen des Mediators/der Mediatorin ist besonders im wirtschaftlichen Umfeld von großer Bedeutung.Wählen Auftraggeber im Konfliktfall einen Mediator/eine Mediatorin aus, fließt die Frage nach der Qualität eines Mediators/einer Mediatorin auch in den entsprechenden Auswahlprozess ein.

Im Auswahlprozess eines geeigneten Mediators unterscheiden Duve/Eidenmüller/Hacke zwischen unternehmensinternen und unternehmensexternen Konfliktfällen:

·       Handelt es sich um externe Streitigkeiten, Konflikte mit anderen Organisationen (etwa B2B) mit rechtlichen Aspekten, so  wird der Kontakt mit dem Mediator/der Mediatorin häufig durch die Rechtsvertretung des Unternehmens (Anwalt oder Rechtsabteilung) hergestellt.

·       Im Falle unternehmensinterner Konflikte sind es häufig die Konfliktparteien selbst, die den Kontakt mit dem Mediator/der Mediatorin aufnehmen.

Pöpping (2008) konnte zeigen, dass Führungskräfte bei der Auswahl eines Mediators/einer Mediatorin sich in erster Linie auf Empfehlungen beziehen. Weitere häufig genannte Aspekte in der Auswahl von Mediatoren/Mediatorinnen waren „bestehende Kontakte“ , das Internet und Fachverbände.[3] Duve/Eidenmüller/Hacke nennen in diesem Zusammenhang auch Institutionen, z. B. die deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e. v. (DIS) und das Centre for Effective Dispute Resolution (CEDR).

Sollten Sie Fragen zur Wahl eines geeigneten Wirtschaftmediators haben, stehen in das ÖBM-Büro bzw. die Vertreter der Fachgruppe Wirtschaft gerne zur Verfügung.

Quellen

Duve, C.; Eidenmüller, H.; Hacke, A.: Mediation in der Wirtschaft: Wege zum professionellen Konfliktmanagement; 2., neu bearbeitete Auflage 2011; Köln: 2011, S. 108
Vgl. Pöpping, W.: Wirtschaftsmediation als Verfahren des betrieblichen Konfliktmanagements. Bedarf und Nachfrage – Eine empirische Untersuchung. Personal- und Organisationsentwicklung, hrsg. von Prof. Dr. Michael Müller-Vorbrüggen, Band 6; München und Mehring: 2008, S. 49

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