Vorstellung des ÖBM an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/ Krems

Von Admin am 24. April 2018 in Mediation, Öffentlicher Bereich, Schule und Bildung, Wirtschaft
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Am Samstag, dem 21. April 2018 lud Mag. Christine Haberlehner (Leiterin Interreligiöser Lehrgang and der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/ Krems) Vertreterinnen des ÖBM ein, um den Studenten und Studentinnen das Angebot des ÖBM zu den Themen „Wirtschaft“ und „Öffentlicher Bereich“ vorzustellen.

Dr. Christa Fischer-Korp und Dr. Judith Girschik präsentierten die Angebote ihrer Fachbereiche und beantworteten zahlreiche Fragen der Studierenden zur Mediation im öffentlichen Bereich und in der Wirtschaft.

Zur Thematik Mediation im öffentlichen Bereich erläuterte die Referentin zuerst die Kennzeichen des öffentlichen Bereiches, wie hohe Komplexität, großen Einfluss von Macht und politischen Ideologien, politische Instabilität bei Vertrauensverlust und Intransparenz und, dass durch die systemimanenten gegensätzlichen Interessenslagen der einzelnen Gruppierungen, Konfliktfelder  in jedem Fall vorhanden seien. Angeregt diskutiert wurden deshalb die Themen Stakeholder-Analyse, Rollenverständnis und die Anwendung der passenden Management-Tools, weil diese im öffentlichen Bereich die Methoden der Wahl sind, gegenseitiges Verstehen zu initiieren, Vertrauen und Transparenz herzustellen und auch dann Konflikte zu bearbeiten, wenn nicht alle Konfliktparteien zu identifizieren sind, bzw. sich nicht alle zu erkennen geben. Als einen der wichtigsten Punkte in diesem Bereich nannte Christa Fischer-Korp, dass die Interessensgruppen und die Bürger miteinander im Gespräch bleiben.

Im Fachbereich Wirtschaft wurde das Thema Verhandlungstechnik (Harvard Verhandlungsprinzip) diskutiert, weiters Möglichkeiten rund um die Lehrlingsmediation, eine Dienstleistung, die von vielen Unternehmen aktuell nur wenig in Anspruch genommen wird. Die Gründe dafür, so Girschik, liegen in erster Linie in der komplexen und für viele Unternehmen noch undurchschaubaren gesetzlichen Situation.

Interesse bei den Studierenden erzeugte auch die Frage nach Schnittstellen zwischen Führungskräfte-Coaching, Supervision, Unternehmensberatung und Mediation: Zahlreiche Techniken, die (so Girschik) etwa im Coaching oder in der Supervision Anwendung finden, haben sich beispielsweise auch in der Mediation bewährt.

Einen breiten Konsens in der Diskussion fand vor allem die Tatsache, dass Mediation (Wirtschaftsmediation) zwar in vielen von Auftraggebern nachgefragten Leistungen enthalten ist, allerdings nicht spezifisch als Mediation nachgefragt wird.

Alle Studierenden wurden eingeladen, das breite Angebot des ÖBM (Veranstaltungen und Online-Services, u.a. auf news.oebm.at und wissenschaftsbeirat.oebm.at) zu nutzen und sich auch aktiv in die Tätigkeiten des ÖBM einzubringen.

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