Veranstaltungsrückblick: „Führungskompetenz zeigen in Konflikten“

Von Michael Zagler am 5. Februar 2018 in Highlight, Mediation, Wirtschaft
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Auf Einladung des ÖBM, vertreten durch Dr. Judith Girschik, sowie der Benn-Ibler Rechtsanwälte GmbH, vertreten durch Partner Dr. Martin Geiger, gastierte am 31.1. der international renommierte Berater Göran Askeljung im Wiener Palais Ephrussi.

Askeljung ist Partner des Beratungsinstituts Consensus, das 1993 in New York City (USA) gegründet wurde und sich auf Konfliktlösung, Verhandlung und Kommunikation für Industrie und den öffentlichen Bereich spezialisiert hat.

In einer kurzweiligen und aufschlussreichen Präsentation erfuhren Mediatoren, Führungskräfte und Rechtsanwälte, wie sie besser Konflikte lösen können.

Konfliktlösung: Kampf gegen gedankliche Gepflogenheiten

Der schwedische Kommunikationsprofi zeigte eindrucksvoll auf, wie wir uns täglich in Gesprächssituationen befinden, in denen wir uns in einem Spannungsfeld zwischen guter Absicht und unserer inneren Gedankenwelt, die wir nicht immer zur Gänze kontrollieren können, bewegen. Dabei eskalieren Konversationen mitunter trotz gute Intentionen und Argumente. Grund dafür ist, dass wir es immer wieder verabsäumen, brückenbildenden Strategien zu entwickeln, die zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. So entstehen Konflikte und in der Folge gravierende Probleme in langfristigen Partnerschaften.

Gewohnheiten, die uns gefangen halten

Jeder Mensch ist in seiner Gedankenwelt auf die eigene „innere Stimme“ angewiesen, um seine Umwelt zu interpretieren. Diese innere Stimme hat aber oft „schlechte Gewohnheiten“ entwickelt. Diese können uns dazu verleiten, sofort anderen die Schuld zu geben, wenn eine Situation sich ungünstig entwickelt. Göran Askeljung erklärte, welche fünf Gewohnheiten uns immer wieder von konstruktiver Gesprächsführung abhalten: „Wenige Menschen haben gelernt, in heiklen Situationen die eigene Gedankenwelt unter Kontrolle zu halten. Dies fordert bewusstes Überlegen und ist gelerntes Verhalten. Oft gehen wir davon aus, über alles Bescheid zu wissen und ziehen ins Feld mit vorgefassten Argumenten, ohne erst wirklich zuzuhören“, so Askeljung über die Gründe für Eskalationen von Konfliktsituationen.

Vorurteile und vorgefasste Annahmen sind Gift für Konfliktlösung

In Gesprächen beeinflussen vorgefasste Annahmen und unterschwellige Signale die Gesprächsbasis enorm. So hat das eigene Verhalten –oft ungewollt-  starke Auswirkungen auf die Reaktion des Gegenübers.

Anhand konkreter Fallbeispiele demonstrierte Askeljung Lösungsmöglichkeiten für festgefahrene Gesprächssituationen. Er empfiehlt, die eigene „innere Stimme“ zu beobachten, nicht sofort zu reagieren, sondern erst innezuhalten und darüber nachzudenken, im Sinne von: „Was kann ich jetzt anders machen, um mehr zu erfahren über diese Situation?“

ÖBM-Vortrag- Fachgruppe Wirtschaft 31.1.2018 http://news.oebm.atÖBM-Vortrag-FG Wirtschaft II 31.1.2018 http://news.oebm.at
Zu weiteren Aspekten des Consensus-Modells können Sie hier nachlesen. Informationen zu den Angeboten unseres Gastgebers, der Benn-Ibler Rechtsanwälte GmbH finden Sie auf www.benn-ibler.com.

 

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