Veranstaltungsrückblick „Klärungshilfe im sozialen Bereich“ 15.3. und 19.3.2018

Von Susanne Ertl am 21. März 2018 in Gesundheit und Soziales
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Veranstaltungsrückblick „Klärungshilfe im sozialen Bereich“

Auf Einladung des ÖBM, vertreten durch Mag. Susanne Ertl, gewährte Mag. Elmar Türk am 15.3. und am 19.3.2018 den Teilnehmern spannende Einblicke in die Methode der Konflikt-Klärungshilfe, die als eigenständige Form der Mediation vom Schweizer Christoph Thomann entwickelt wurde.

 

Unterschied zu anderen Mediationsverfahren

Im Unterschied zu anderen Mediationsverfahren steht bei der Klärungshilfe die „Klärung“ der Beziehungsebene im Vordergrund, bevor nach tragfähigen Lösungen gesucht wird. Ein Konflikt ist dann nachhaltig bewältigt, wenn auch die Kränkungen, die man einander zugefügt hat, bearbeitet und überwunden sind.  Eine Mediation mit dem Ziel der Auflösung des Konfliktes und der Versöhnung ist sehr anspruchsvoll für alle beteiligten Personen.
Klärungshilfe findet bevorzugt „am Stück“ statt. An Stelle vieler Sitzungen, nehmen sich die Beteiligten einmal Zeit den Klärungsprozess gemeinsam zu durchleben.

Konkrete Inhalte

  • Es geht um die „Klarheit der Situation“ und die Bereitschaft der Beteiligten diese „Wahrheiten“ auch sehen zu wollen.
  • Die Betrachtung der Vergangenheit bildet die Grundlage für die Klärung der Gegenwart („Warum stehen wir jetzt vor dieser Situation?“) und die Planung der Zukunft.
  • Negative Gefühle in Zusammenhang mit dem Konflikt werden als wesentlicher Klärungsinhalt betrachtet.

In der Phase der „Konflikterhellung“ wird vor allem mit den beiden Methoden „Dialog der Wahrheiten“ und mit der Methode des „Doppelns“ gearbeitet. Am Ende der Klärung stehen die Wahrheiten: ohne Illusionen kann gemeinsam vereinbart werden, was für die Zukunft möglich ist.

 

Literaturhinweis: Christoph Thomann / Christian Prior: Klärungshilfe 3 – Das Praxisbuch

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