Veranstaltungsreihe: Mediation über Grenzen

*** Letzte Veranstaltung der Reihe am 22. Oktober in Wien ***

Komplexe und lang andauernde Konflikte erfordern spezielle Konfliktbearbeitung. Wie ist das am Beispiel des Israel-Palästina-Konfliktes vorstellbar? Gudrun Kramer, Direktorin des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) und Wilfried Graf werden neue Ansätze für „alte“ Konflikte vorstellen und diskutieren. Mehr dazu hier.

In einem inhaltlichen Schwerpunkt „Mediation über Grenzen“ widmet sich die Fachgruppe „Nachbarschaft und Interkultureller Bereich“ Ansätzen der Konfliktbearbeitung in internationalen und transkulturellen Konflikten. 

Mediation in Familien, an Schulen oder mit Teams: Wenn wir über Mediation sprechen, dann denken wir oft an solche und ähnliche gesellschaftliche Teilbereiche, innerhalb von Österreich, in denen Mediatorinnen und Mediatoren tätig werden. Sogar wenn von inter- oder transkultureller Mediation gesprochen wird, geht es häufig um Konflikte, die innerhalb einer zunehmend diversen und multipolaren Gesellschaft in Österreich entstehen.

Die Fachgruppe „Nachbarschaft und Interkultureller Bereich“ widmet sich 2019 schwerpunktmäßig all jenen Mediationen, die „über Grenzen hinweg“ passieren. Sei es, weil internationale Organisationen (z.B. die Vereinten Nationen, die Europäische Union, die OSZE…) und Nicht-Regierungs-Organisationen sie durchführen (wie z.B. Swiss Peace, CMI oder Mediators Beyond Borders). Oder weil die Projekte, in denen die MediatorInnen tätig sind, hochpolitischer Natur sind und komplexe Krisensituationen in Nachkriegsgesellschaften und/oder Entwicklungsländern betreffen.

Welche Ansätze gibt es in der internationalen Konfliktbearbeitung und was haben diese mit Friedensforschung zu tun? Wie sieht es mit der Lösung von Konflikten aus, die zwischen Gruppen, seien sie nun ethnisch, religiös oder auch politisch definiert, entstehen; vor allem (aber nicht nur) in Ländern außerhalb von Österreich? Wie lassen sich Modelle von Friedensdialogen oder interaktiver Konflikttransformation unterscheiden von Mediation im Sinne des österreichischen Zivilmediationsgesetzes? Was können wir von Zugängen zu Konfliktbearbeitung im Nahen Osten, in Lateinamerika oder Osteuropa lernen?

Zur Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen werden wir Expertinnen und Experten aus dem Bereich internationaler Mediation und Friedenssicherung einladen.

Veranstaltungen

  1. Den Anfang macht am 14. März 2019 Christina Horvath-Stenner. Sie arbeitet als Mediationsreferentin im Konfliktverhütungszentrum des OSZE Sekretariats in Wien. In dieser Funktion berät sie die Sonderbeauftragten der OSZE bei internationalen Mediationsprozessen und Friedenseinsätzen in Moldawien, Georgien, und der Ukraine.
  2. Wir setzen fort mit einer Veranstaltung am 09. Mai 2019 mit Moritz Ehrmann. Er arbeitet für die Mediationsorganisation Crisis Management Initiative an einem Dialogprojekt im Irak, welches die Konfliktursachen für die Invasion des Islamischen Staates 2014 adressieren soll.
  3. Eine dritte Veranstaltung mit Gudrun Kramer, Direktorin des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) und Wilfried Graf, Co-Direktor des Herbert C. Kelman Instituts findet am 22. Oktober in Wien statt. Thema der Veranstaltung werden Aktivitäten und Ansätze der Konflikttransformation  im Israel-Palästina Konflikt sein. 

Bildnachweis: Wikimedia commons

Cartoon von William Charles: Bruin become MEDIATOR or Negotiation for PEACE, New York ca. 1813. Das Bild bezieht sich auf den Krieg zwischen Amerika und Großbritannien 1812 und Russlands Mediationsversuch.

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